IDOLS X GAGA
Mit meiner IDOLS-Serie wollte ich euch meine Vorbilder vorstellen, die mich inspirieren und geprägt haben, mit diesem Teil sind wir auch schon am Ende dieser Serie angelangt.
Den Anfang machte der Modefotograf Steven Klein, dessen düstere und teilweise provokanten Bilder großen Anklang in der Modewelt finden. Er belegte Platz 4 meiner Blog-Serie.
Es folgte Stanley Kubrick auf Platz 3, welcher durch Meisterwerke wie Uhrwerk Orange und 2001 selbst zur Legende wurde. Der Regisseur war unter Kennern für seinen Wunsch nach Perfektion bekannt und das sieht man auch in jeder Szene seiner Filme
Vorletzte Woche stellte ich euch Andy Warhol vor, welcher in meinem “Ranking” Platz 2 belegte. Er gilt noch heute als einer der größten Künstler und er war Mitbegründer der Pop-Art.




#1
FINAL
Auf dem ersten Platz meiner IDOLS-Serie findet sich Lady Gaga, ihres Zeichen Queen of Pop und somit der größte Star der Gegenwart. Das Forbes-Magazine kürte sie 2011 zur mächtigsten Frau der Welt und das im Alter von damals 25 Jahren, 3 Jahre nach ihrem Durchbruch mit ihrer Debüt-Single “Just Dance”.
Gaga war mein erstes echtes Idol und hat mich von allen bisher genannten am meisten geprägt und teilweise besteht sogar eine Verbindung zu anderen Mitgliedern der Serie.
Stefanie Joanne Angelina Germanotta wurde 28.März 1986 als Kind italo-amerikanischer Eltern in New-York geboren. Sie hat noch eine jüngere Schwester, Natalie Germanotta, welche sogar einen Auftritt im Musikvideo zu “Telephone” hatte.
Gaga ging nach der High School auf die Tisch School of Arts, einer Universität in New-York an der unter anderem Schauspielerei studiert werden kann.
Doch Gaga merkte schon früh, dass das nicht das war, was sie wollte und so brach sie das Studium ab.
Ihr Vater Joe war davon alles andere als begeistert und wollte sie und ihre neuen Pläne, eine Musikerin zu werden, nicht mehr finanziell unterstützen. Also zog Gaga in der New-Yorker Lower East-Side in ein kleines Apartment.
Ihr Geld verdiente sie als Burlesque-Showgirl in Underground- und Schwulenbars. Dort lernte sie auch Lady Starlight kennen, die heute ihre beste Freundin ist.
Zusammen traten die beiden auf Festivals wie dem Lollapalooza auf. Bei ihren Auftritte waren die beiden besonders schrill und freizügig, was ihnen zu mehr Aufmerksamkeit verhalf.
Ich könnte jetzt noch viel über Gaga’s Zeit vor ihrem Durchbruch erzählen aber ich möchte mich in diesem Blog-Eintrag mehr auf ihr Werk konzentrieren.
THE FAME
Im August 2008 veröffentlichte Interscope Records das Debütalbum “The Fame”, was wie der Name schon sagt, den Ruhm behandelt. Das Album ist eine Mischung aus Retro-Pop, welcher an die 70er und 80er erinnert und Dance Music.

Gagas Debütalbum verkaufte sich bereits über 15 Millionen mal und gilt als eines der erfolgreichsten Alben der 00er Jahre. In vielen Ländern erreichte “The Fame” die Spitze der Longplayer-Charts und so auch in Deutschland und den USA.
Unser Mother Monster (Gaga nennt ihre Fans “little monsters” und sie stellt die Mutter dar) veröffentlichte zu ihrem Debütalbum vier Singles.
Ihre Debüt-Single “Just Dance” landete in den USA und den Vereinigten Königreichen auf Platz 1 der Single-Charts. Das Lied erzählt vom Erwachen nach einer wilden Party und deren Folgen.
Die Nummer ist ein klassischer Dance-Hit und grenzt sich von Gagas restlichen Singles ein wenig ab, da diese mehr in die Richtung Pop gehen (“Yoü and I” ausgenommen).
Das Musikvideo zu “Just Dance” ist zwar gut, jedoch wurden Gaga’s Musikvideos erst mit “Paparazzi” zu den Meisterwerken, die man von ihr mittlerweile ist. Auch die typischen Tanzeinlagen gab es noch nicht.
Die zweite Single von Lady Gaga ist der Song ihrer Karriere. Ich denke nicht, dass es ihr jemals gelingen wird, “Pokerface” zu überbieten. Der Song mit dem berühmten “mo, mo, mo” verkaufte sich weltweit rund 10 Millionen mal und war in vielen Ländern darunter auch Deutschland wochenlang auf Platz 1 der Charts. In Kanada bekam “Pokerface” 8 mal Platin.
In dem Song geht es darum, dass Gaga ihren Freund mit einer Frau betrügt und ihm ein Pokerface aufsetzt, damit dieser nichts von ihrem Doppelleben erfährt.
Das Lied geht nun mehr in Richtung Pop und wurde von RedOne produziert, der auch für “Bad Romance” und “Judas” verantwortlich ist. Gaga verhalf RedOne zu einem großen Karrieresprung und so ist dieser heute an vielen aktuellen Songs beteiligt wie z.B. “On the Floor” von JLo und “Starships” von Nicki Minaj.
Auch das Musikvideo ist noch recht schlicht und unspektakulär, ich denke, ich brauche dazu nicht mehr als Poker zu sagen…
Als dritte Singe aus ihrem Hit-Album “The Fame” veröffentlichte Gaga den Song “LoveGame”, welcher hier in Deutschland Platz 7 der Single-Charts erreichte.
Der internationale Erfolg konnte nicht mit dem von “Just Dance” oder gar “Pokerface” mithalten, die Nummer war jedoch in vielen Ländern ein Top 10-Hit.
Am Song “LoveGame” merkt man gut die urbanen Einflüsse des Albums, welche man auch in Songs wie “Starstruck” (feat. Flo Rida) oder “Money Honey” wieder findet.
Im Song geht Gaga auf Männerjagd und macht dies mit Lyrics wie “I wanna take a ride on your discostick” deutlich.
Gleichzeitig macht sie aber auch deutlich, dass man sich zwischen Liebe und Ruhm entscheiden muss: “Do you want love or you want fame” und dass beides zusammen nicht funktionieren kann.
Was das Musikvideo betrifft fand eine kleine Entwicklung statt, welche ihren ersten Höhepunkt im Video zu “Paparazzi” finden sollte.
Das Video zu “LoveGame” spielt im New-Yorker Underground und erstmals sieht man die für Gaga typischen Massentanzszenen, welche denen von Michael Jackson ähneln. Im späteren Verlauf des Videos liefern sich die Tänzer und die Polzei einen “Kampf”, welcher von Choreographin Laurie Ann Gibson durch urbane Performances erstklassig inszeniert wurde.

Die vierte und (vorerst) letzte Single-Auskopplung aus “The Fame” war “Paparazzi”, welches ein solider Pop-Song ist, der hier in Deutschland auf Platz 1 der Single-Charts landete. Das Lied war Gaga’s zweiter Nummer 1-Hit in Deutschland.
Mother Monster präsentierte den Song bei den MTV Video Music Awards 2009 im Rahmen einer legendären Bühnenperformance, bei der sie am Ende den Tod fand und im Licht der Scheinwerfer über der Bühne “schwebte”.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde auch ihren anwesenden Musikerkollegen klar, dass Lady Gaga in den folgenden Jahren eine der größten unter ihnen sein wird. An diesem Abend gewann sie drei der begehrten Awards.
Der Song behandelt den Kampf um die Aufmerksamkeit, im Lied die Liebe der Paparazzi, welche einem Star erst zu wahren Ruhm verhelfen. Der Song ist für mich die Inkarnation des Albums und dessen Thematik.
Das Musikvideo zu “Paparazzi” entstand unter der Regie des berühmten Jonas Akerlund, der auch schon bereits mit Madonna und Metallica gearbeitet hatte.
Das Video dauert 7:43 Minuten und zeigt in den ersten Szenen Lady Gaga und ihren Freund (gespielt von Alexander Skarsgard), der diese jedoch nur für Bilder von ihr ausnutzt. Als er ihr jedoch zu aufdringlich wird, schlägt Gaga ihm eine Flasche gegen den Kopf. Daraufhin wirft der Paparazzo Gaga vom Balkon der Villa und so landet sie im Rollstuhl.
Im Laufe des Videos wird die Genesung der Sängerin gezeigt und auch wieder ordentlich getanzt. Wie auch bei “LoveGame” ist für die Choreo Laurie Ann Gibson verantwortlich, welche Gaga fortan als Creative Director unterstützen wird.
Als Lady Gaga wieder vollständig genesen ist, vergiftet sie ihren “Freund” und wandert dafür in den Knast, womit das Video endet.

THE FAME MONSTER
Während ihres Auftritts bei “Wetten dass?” verkündete Gaga im November 2009 einen Re-Release ihres Nummer 1-Albums “The Fame” zu veröffentlichen.
Das Album solle auf den Namen “The Fame Monster” hören und die Schattenseiten, die Monster bzw. Ängste des Ruhms thematisieren und von osteuropäischen Gothic-Elementen geprägt sein.
Eigentlich gilt ein Re-Release eines Albums nicht als eigenständiges Werk aber in meinen Augen sollte man “The Fame” und “The Fame Monster” schon voneinander trennen, da es zwei völlig unterschiedliche Stile sind.
Ähnlich wie auch schon Gaga’s Debütalbum erreichte “The Fame Monster” direkt die Spitze der Album-Charts.
Es gab sowohl eine 8-Track-Version als auch eine Deluxe-Version, die auch noch “The Fame” beinhaltete.
Zusätzlich zu diesen zwei Versionen gab es auch noch eine limitierte Digipack-Edition, welche ein alternatives Cover und wie der Name schon sagt, ein Digipack beinhaltete.
Meiner Meinung nach ist “The Fame Monster” Gaga’s bisher größtes Werk, welches auch meine zwei Lieblingssongs hervorgebracht hat.
Es wurden drei Singles aus dem Album veröffentlicht.
Alserste Single aus ihrem neuen Album veröffentlichte Gaga den von RedOne produzierten Hit “Bad Romance”, welcher es direkt auf Platz 1 der internationalen Single-Charts schaffte.
Der Song hat einen unverkennbaren Beat und offenbart erstmals die neue Seite von “The Fame Monster”. Verkaufstechnisch ist “Bad Romance” Gaga’s zweiterfolgreichster Song nach Pokerface und wurde mittlerweile mehr als 9.700.000 mal verkauft.
Lady Gaga erhielt außerdem zwei ihrer insgesamt fünf Grammys für den Song “Bad Romance”.
Der Song behandelt praktisch das “Liebesmonster”, welches nur eines der Monster ist, die die Platte thematisiert, was bedeutet, dass zwei Menschen sich zwar Lieben aber diese Liebe für die beiden nur Unheil und Schmerz mit sich bringt.
Das Musikvideo zur Single ist überwiegend in weiß gehalten und die Klamotten stammen vom verstorbenen Designer Alexander McQuenn, welcher ein enger Vertrauter Gaga’s war.
Im Video, welches lange Zeit das meist geklickte auf Youtube war, spielt auch wieder Alexander Skarsgard mit, welcher bereits beim “Paparazzi”-Video mitwirkte. Das Setting ist an ein russisches Badehaus angelehnt.
Gaga’s Musikvideo zu “Bad Romance” wurde mehrmals als bestes Musikvideo der 00er Jahre gekürt.

Im Februar 2010 erschien dann eines der wohl größten Musikvideos der Gegenwart: “Telephone” feat. Beyonce erhilet einen 9:33 Minuten “Blockbuster” als Musikvideo, welcher direkt an die Geschehnisse des “Paparazzi”-Videos anknüpfte.
Gaga wird von zwei Gefängniswärterinnen (u.a. Miss Man aus Scary Movie) in eine Zelle geführt und fast komplett ausgezogen. Im späteren Verlauf bekommt man die Gewaltbereitschaft der Insassen mit. Doch Gaga hat Glück, Beyonce, ihres Zeichen Queen of R’n’B zahlt für sie die nötige Kaution und so gelingt es Mother Monster dieser Hölle zu entsteigen.
Aber Beyonce, genannt Honey Bee, macht dies nicht umsonst. Als Gegenleistung soll Gaga ihr dabei helfen ihren Freund (gespielt von Tyrese Gibson) loszuwerden.
Dies geschieht in guter alter “Paparazzi”-Manier, nämlich mit Gift, viel Gift sogar und so muss ein ganzes Diner samt Hund sterben.
Am Ende des Videos sieht man, wie die beiden Mörderinnen mit Tarantino’s “Pussy Wagon” flüchten, mit dem Vermerk “Fortsetzung folgt”.
Regie führte wie auch schon bei “Paparazzi” Jonas Akerlund.
Der Song “Telephone” landete in den Vereinigten Königreichen auf Platz 1 der Charts.
Im Titel geht es um die Angst vor dem Klingeln des Telefons, was den Arbeitsstress symbolisieren soll und als eine Einschränkung der Freizeit zu interpretieren ist.
Lady Gaga schrieb den Song ursprünglich für Britney Spears.

Gegen Sommer 2010 veröffentlichte Interscope Records dann die dritte Single aus “The Fame Monster”, welche ursprünglich “Dance in the Dark” sein sollte, Gaga sich jedoch für ihren Lieblingssong “Alejandro” entschied.
“Alejandro” ist ähnlich wie die anderen Singles des Albums eine Mischung aus Euro-Pop und Gothic-Elementen, weißt jedoch teilweise spanische Lyrics auf.
Zwar wirkt die Melodie des Songs etwas traurig, die Nummer ist jedoch ein erstklassiger Sommerhit, welcher es hier in Deutschland und Österreich seiner Zeit auf Platz 2 der Single-Charts schaffte.
Das Musikvideo, welches erst recht spät fertig gestellt wurde, entstand unter der Regie von Steven Klein, welcher bereits mit Madonna arbeitete.
Das Video sei laut Gaga eine Ode an die Schwulengemeinde und schockte teilweise mit religiösen Anspielungen und einer geballten Ladung Homoerotik. Lady Gaga stand wegen dem Video unter harter Kritik und in manchen Ländern wurde es sogar verboten.
BORN THIS WAY
Die “Born This Way”-Ära begann auf den VMAS 2010 mit der Ankündigung des Albums und einem Ständchen der Lead-Single. Das alles fand im berühmten Fleischkleid statt.
An diesem Abend nahm Gaga mit insgesamt sieben Awards die meisten der begehrten Awards mit nach Hause.
Doch zwischen Ankündigung und Release des zweiten Studioalbum von Lady Gaga sollten noch viele Monate vergehen und so konzentrierte sich Gaga auf ihre “Monsterball Tour”, welche Anfang 2011 endete.
Zwischendurch bekamen die Fans regelmäßig die sogenannten “Gagavision”-Videos, welche den kreativen Prozess Gaga’s dokumentieren. Das tolle an ihnen waren aber vor allem die Lieder, die zu Beginn und Ende einer jeden Folge liefen, denn dies waren die Instrumental-Versionen der Songs des nächsten Albums.
Gaga sagte immer wieder, dass “Born This Way” eine Mischung aus vielen Genres wie Metal, Techno und sogar Hip-Hop sei, sie sich jedoch nicht zu weit von ihren Wurzeln lösen möchte.
Als das Album dann am 23. Mai 2011 erschien, gelang ihm direkt der Neueinstieg auf Platz 1 der Longplayer-Charts und so verkaufte es sich bis heute mehr als 8.000.000 mal.
Der digitale Verkauf über iTunes der Single “Born This Way” war für den Grammy-Abend 2011 geplant, jedoch leakte der Song im Internet und so wurde die Single ein paar Tage vorher veröffentlicht.

Die Single “Born This Way” wurde ein Paar Tage vor den Grammys 2011 (der Song wurde dort erstmals mit dem legendären Ei performt) im Februar veröffentlicht und war zu Beginn exklusiv bei iTunes erhältlich. Nur zwei Wochen nach der Veröffentlichung gelang es dem Song auf Platz 1 der deutschen Single-Charts.
Wie auch schon “Pokerface” und “Bad Romance” wurde der Song in etlichen anderen Ländern ein Nummer 1-Hit.
In dem Song geht es um die Feier der eigenen Persönlichkeit, egal ob schwarz oder weiß, groß oder klein, hetero- oder homosexuell.
Dem Song wurde oft vorgeworfen, dass er eine Kopie von Madonna’s “Express Youself” sei. Ich selbst habe beide Lieder auf meinem iPhone und höre diese regelmäßig und muss sagen, dass ich nicht eine Parallele feststellen kann. Es gibt auf dem Album einen Song, “Electric Chapel”, in dem sich Gaga’s Stimme tatsächlich sehr nach Madonna anhört aber der Song ist deutlich rockiger als alles, was Madonna je gemacht hat.
Aus musikalischer Sicht muss man sagen, dass sich der Song deutlich von den bisherigen Lieder unterscheidet, da sich “Born This Way” eher wie eine Hymne anhört und nicht ganz nach einem Dance-Song.
Das Musikvideo wurde von Nick Knight produziert, der auch schon für das Cover des Albums verantwortlich war.
Im Video sieht man die Geburt einer neuen Rasse, einer Rasse ohne Vorurteile und Diskriminierung, welche sich anschließend selbst feiert. Das Intro erinnert stark an alte Science-Fiction Filme und ist definitiv der Höhepunkt des Videos.
Die zweite Single leakte ähnlich wie auch schon “Born This Way” ein paar Tage vor dem geplanten Release. Wahrscheinlich war der Hype auf jeden Song des noch kommenden Albums so groß, dass es sich schon bald begabte Computergenies zur Aufgabe machten, früher an die Songs zu gelangen.
“Judas” stellt als zweite Single für viele den Tiefpunkt des Albums dar. Zwar ist der Song eine solide Dance-Nummer, welche jedoch zu sehr nach “Bad Romance” klingt und ansonsten auch nur sehr wenige Neuerungen mit sich bringt.
Die Single hat teilweise Passagen, die etwas an Hip-Hop erinnern und auch ansonsten ist das Tempo von “Judas” recht hoch.
Im Song geht es laut Gaga um Vergebung.
Lange Zeit vor Veröffentlichung des Musikvideos wurde gemunkelt, dass das Video das teuerste in der Musikgeschichte sein solle. Bis heute ist nicht bekannt, was der Dreh des Videos wirklich gekostet hat. Fakt ist, dass es ausschließlich Außenaufnahmen gab, welche deutlich teurer als Studioaufnahmen sind. Zu dem gab es etliche Harleys und eine Ranch wurde zu einer orientalischen Stadt umfunktioniert. Das Endergebnis ist zwar für Gaga Verhältnisse recht kurz aber aus visueller Sicht wirklich beeindruckend. Im Video spielen unter anderem auch Norman Reedus (The Walking Dead) als Judas und Rick Gonzalez (Reaper) als Jesus mit, während Lady Gaga selbst Maria Magdalena spielt.
Wie auch schon bei “Alejandro” gab es massive Kritik an dem im Video verwendeten Symbolismus in Verbindung mit Gaga’s Freizügigkeit.
Doch auch der enorme Aufwand für das Video verhalf “Judas” nicht zu Erfolg und so landete der Song in Deutschland nur auf Platz 23 der Charts. In vielen andren Ländern war Song ein Top-10-Hit.

Als dritte Single aus “Born This Way” sollte ursprünglich “Marry the Night” ins Rennen geschickt werden, doch der enorme Erfolg der Promo-Single “The Edge Of Glory”, welche es exklusiv auf iTunes zum Countdown des Albums gab, beflügelte Interscope Records, den Song als dritte Single zu veröffentlichen.
Und das mit Erfolg: Der Song schaffte es in Deutschland, Österreich und den USA auf Platz 3 der Single-Charts.
In “The Edge Of Glory”, welches Gaga ihrem verstorbenem Großvater widmete, geht es um den letzten Moment auf Erden und der Erkenntnis, dass das, was man im Leben erreicht hat großartig ist. Die Edge steht symbolisch für den Übergang zwischen Leben und Tod. Und während man das Leben überwunden hat, beginnt es wieder von vorn, denn das ist die Thematik des Albums “Born This Way”, man wird immer und immer wieder neu geboren.
Das Musikvideo sollte zunächst unter der Regie von Joseph Kahn entstehen, jedoch gab es Ärger zwischen ihm und Gaga, weil die beiden unterschiedliche Ansichten zum Thema des Videos hatten und so wurde dieser gefeuert.
Das Video entstand schließlich unter der Regie des HAUS OF GAGA, welches wie eine Art Familie Gaga’s ist und ihr bei der Auswahl ihrer schrillen Kostümen immer wieder hilft. Lady Gaga sagte einst, dass das HAUS eine Hommage an Warhol’s Factory sei.
Vom Endergebnis des Video waren zunächst viel Fans (ich auch) sehr enttäuscht, da das Video SEHR schlicht war. Man sieht Gaga auf der Feuertreppe eines Hauses, wie sie alleine tanzt, der einzige andere Mensch im Video ist der mittlerweile verstorbene Clarence Clemons, welcher den Saxophon-Part spielt.
Im Nachhinein betrachtet denke ich, dass das Video so schlicht sein musste, schließlich sterben wir im Endeffekt alle alleine.

Man könnte jetzt davon ausgehen, dass Gaga nun “Marry The Night” als nächste Single veröffentlicht hätte aber dem ist nicht so.
Lange Zeit wussten die Fans nicht, was die nächste Single von Lady Gaga wird, bis ein Bild vom Videodreh im Internet auftauchte. Es zeigt eine Figur in Schwarzen Klamotten, die über eine Landstraße laufen. Diese Person hätte theoretisch auch irgendjemand sein können und das Bild sich als Fake herausstellen können.
Über Twitter wurden dann jedoch Stimmen aus Springfield/Nebraska laut, die sagten, dass es in ihrem Städtchen einen abgesperrten Bereich gäbe von dem man den Gaga Song “Yoü and I” hören würde.
“Yoü and I” war der erste Song von “Born This Way”, den die Fans von Gaga zu hören bekamen und er war ein fester Teil der “Monsterball Tour”.
Der Song ist Gaga’s damaligen Freund Lüc Carl gewidmet (deshalb auch das “ü” im Titel) und handelt davon, dass Gaga diesen nach einer langen Reise, wahrscheinlich dem Monsterball, wieder sieht.
“Yoü and I” ist ein recht ungewöhnlicher Gaga-Titel und umso ungewöhnlicher ist es, dass dieser dann auch noch als Single erscheint. Der Song ist eine klassische Rock-Ballade mit Country-Elementen, für die aller Wahrscheinlichkeit Bruce Springsteen Pate stand. Lady Gaga hat ihn schon immer als eines ihrer musikalischen Idole gesehen.
Um auf das Video zurückzukommen: Im Video spielt Gaga eine Meerjungfrau, die von einem Wissenschaftler (Taylor Kinney) gefangen halten wird. Dieser möchte die Meerjungfrau um jeden Preis zu einem Menschen machen, damit die beiden am Ende des Videos heiraten können.
Das Single-Cover von “Yoü and I” zeigt Jo Calderone, Gaga’s männlichem Alter Ego, welcher auch im Video zu sehen ist.
Ähnlich wie auch “Judas” landete auch “Yoü and I” hier in Deutschland noch nicht einmal in den Top-20, was ich besonderes traurig finde, da der Song mal etwas mehr Abwechslung in die aktuellen Charts brachte. Dafür landete der Song in Amerika und Österreich wieder einmal mehr in den Top-10.

So langsam wurde es nach “Yoü and I” Zeit, dass Interscope Records “Marry the Night” veröffentlichte und so geschah dies als bisher letzte Veröffentlichung aus “Born This Way”
“Marry The Night” ist der Opener aus Lady Gaga’s zweitem Studio und wird von ihr selbst als episch bezeichnet.
Ich selbst muss sagen, dass ich zum Release des Albums ganz besonders auf den Song gespannt war, da viele Leute aus der Musikbranche, die das Album schon gehört hatten, den Song immer wieder als einen der Höhepunkte von “Born This Way” bezeichneten. Als ich den Titel dann das erste mal hörte war ich einfach nur enttäuscht. Mittlerweile zählt der Song aber auch für mich zu den Höhepunkten des Albums.
Der Song beginnt damit dass Gaga mit ihrer rauchigen Stimme den Titel singt und kurz darauf eine Orgel beginnt zu spielen. Der Anfang ist recht ruhig doch dann kommt das ganze deutlich in Fahrt und wird zu einer flotten Dance-Nummer, welche ein “dramatischen” Ende findet.
“Marry The Night” feierte auf den EMAs 2011 Premiere und Lady Gaga präsentierte eine astreine Performance des Songs. Sie erhielt an diesem Abend drei Awards.
Zwar hatten man damals schon sehr lange auf das Video zu “Alejandro” gewartet aber “Marry The Night” stellte diese Wartezeit noch einmal locker in den Schatten. Gegen Dezember 2011 erschien dann das Video, dass sogar das “Telephone”-Video alt aussehen lässt.
Der rund 14-minütige Epos erzählt die Geschichte einer Ballerina, die an ihrem Ruhm zerbricht. Beim Prelude sieht man deutlich, dass Gaga sich Stanley Kubrick’s Shining als Vorbild genommen hat. “Marry The Night” ist das erste Musikvideo, bei dem Lady Gaga die komplette Regie übernommen hat (Bei “Judas” war sie Co-Regisseurin) und laut eigener Aussage wäre das Video biografisch.
Überraschenderweise war “Marry The Night” nicht der erhoffte Erfolg und so gelang es dem Titel in keinem der “wichtigen” Charts in die Top-10.

Das war der letzte Teil meiner IDOLS-Serie, ich hoffe er hat euch genauso gut wie mir gefallen. Ich würde mich freuen, wenn ihr meinem Blog-Eintrag bewerten und kommentieren würdet.
Ich möchte mich auch noch einmal bei allen Lesern bedanken, die auch meine vorherigen Blog-Einträge mitverfolgt und mir die netten Feedbacks gegeben haben.
Tagged: #IDOLS
4:13:54 @ 5/31/2012

